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Staplerleitsysteme und Staplerortungssysteme

Staplerleitsysteme koordinieren die Zuweisung der Fahraufträge an die Gabelstapler

Die Gabelstapler haben hierfür in der Kabine ein Staplerterminal (Industrie-PC) auf dem die Fahraufträge einzeln und der Reihe nach
angezeigt werden. Der Staplerfahrer quittiert den ausgeführten Fahrauftrag per Taste (am Terminal oder auf dem Touchscreen)
Die Übermittlung der Fahraufträge vom Staplerleitrechner erfolgt meist über WLAN.

  Zur Identifikation der Ware, die transportiert werden soll, bieten sich an:
         - Barcodescanner (mit Kabel oder einer kurzen Funkstrecke), die mit dem Staplerterminal verbunden sind
         - fest am Anbaugerät montierte stationäre Barcodescanner, die die Paletten beim Einfahren mit den Gabelzinken in die Palette
         automatisch erfassen
         - fest am Anbaugerät montierte RFID-Lesegeräte, die die Ware über RFID (Funkkommunikation) erkennen

  Ein Standardprozess als Beispiel:

         Der Fahrer bekommt auf dem Terminal angezeigt: “Lager 1 / Platz 10-05 / Nehme 1” evtl. zusätzlich die Artikeldaten.
         Er fährt zum Lagerort, scannt die Artikelnummer ein und bestätigt dadurch die Aufnahme des richtigen Artikels. Dann nimmt er ihn auf
         die Gabel. Das Terminal zeigt nun die Zielposition an: ”Lager 3 / Platz 93-54”
         Der Stapler fährt nun zu dem angegebenen Lagerort und lagert die Palette ein. Zur Sicherheit wird oft eine Barcodescannung des
         Lagerortes gefordert um eine falsche Einlagerung zu vermeiden. Die einzelnen Lagerorte sind hierfür mit Barcode gekennzeichnet.
         Diese Sicherheitsüberprüfung ist gerade bei chaotischer Lagerhaltung äußerst sinnvoll.
 

Staplerortung (Fahrzeugortung) zur optimalen Fahrauftragsvergabe an das nächstgelegene Fahrzeug

  Kombinationen von Staplerleitsystemen mit Ortung der Fahrzeuge ermöglicht eine optimale Zuteilung von Fahraufträgen an Fahrzeuge,
         die dem Entnahmeort oder Ablageort am nächsten sind (Dies ist vergleichbar einem Navigationssystem, wie man es vom PKW kennt).
         Im Lager kosten unnötig lange Wege und Leerfahrten ohne Ladung Zeit und Geld.
         Für die manuelle Identifikation der Ware mit Scannern geht weitere Arbeitszeit verloren.
         Darum wird bei diesen Systemen die Ware indirekt über die x-,y-,z-Position des Gabelstaplers erfaßt (x-,y-,z-Position sind eindeutige
         Positionen in einem mathematischen Koordinatensystem).
         Das Prinzip: Es wird von geographischen x-,y-,z-Positionen des Fahrzeugs (dadurch indirekt der Ware)auf  x-,y-,z-Positionen umgebucht.

  Ein Standardprozess als Beispiel:

         Es ist der Artikel “abc” umzulagern.
         Das Lagerverwaltungssystem übergibt den Umlagerauftrag “1 Palette von Lager1 / Platz 45-03 auf Lager 2 / Platz 23-99 an das
         Staplerleitsystem.
         Das Staplerleitsystem zeigt diesen Auftrag dem Staplerfahrer an und holt im Hintergrund die x-,y-,z-Koordinaten der Abholfläche und der
         Zielfläche aus der Datenbank.
         Der Stapler fährt zu dem Lagerort “Lager 1 / 45-03” und nimmt die Ware auf.
         Der Fahrer bestätigt per Tastendruck, dass er die Ware aufgenommen hat.
         Das System prüft, ob der Stapler wirklich an der richtigen Position ist und folglich die richtige Ware hat.
         Trifft dies zu, wird der Artikel auf den fahrenden Lagerort “Stapler” gebucht.
         Der Fahrer bekommt nun sein Ziel angezeigt  “Lager 2 / Platz 23-99”.
         Der Stapler fährt zu dem neuen Einlagerungsort.
         Er lagert die Palette ein und bestätigt dies wieder per Tastendruck.
         Im Hintergrund werden die Koordinaten wieder überprüft und wenn diese korrekt sind, wird die Ware automatisch auf diesen neuen
         Lagerort gebucht.

  Vorteil:
         Wenn die Ware einmal eindeutig identifiziert wurde (Wareneingang oder Produktionsübergabe), dann ist bei jeder weiteren Umlagerung
         bis hin zur Verladung keine Identifizierung mehr notwendig.
         Derartige Lösungen finden sehr stark im Bereich der Blocklagerung (z.B. genormte Paletten stehen auf dem Boden in mehreren Ebenen
         übereinander wie z.B. bei Getränkeherstellern), ihren Einsatz.

        
Im Gegensatz zu einer Barcodelösung / RFID-Identifizierung der Ware können hier mehrere Paletten gleichzeitig erfasst werden.
         Schlimmstenfalls muss der Staplerfahrer sogar die Paletten vereinzeln(trennen), um dann abzusteigen und die Paletten einzeln
         zu erfassen.

         Die verschiedenen Systeme zur Ortung von Fahrzeugen basieren (nachdem der GPS-Empfang in Hallen technisch nicht möglich ist) auf
         - Navigation mit optischen Korrektursystemen basierend auf Koppelnavigation,
         - Abtastung der Bodenstruktur mit einer Kamera am Stapler und Rekalibrierung über vereinzelte Bodenmarken (Prinzip der PC-Maus)
         - Funkreichweitenmessung über das bestehende WLAN (oder noch höheren Frequenzen) mit Triangulation (3 Antennen) oder
         - RFID-Tags im Boden, die über eine Antenne am Staplerboden ausgelesen werden (jeder Tag hat eine vermessene Position).

 

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